Dominanz als Erklärung für Hundeverhalten ein alter Hut
Da ist sie endlich: eine gut ausgearbeitete, absolut brauchbare Studie, die sich mit dem Thema “Dominanz beim Haushund” auseinandersetzt.
Sind dominanzbezogene Trainingstechniken zeitgemäß? Mehr noch: sind sie sinnvoll?
Die pauschale Annahme, dass jeder Hund aus einem angeborenen Wunsch heraus motiviert ist, Menschen oder andere Hunde zu kontrollieren, ist, offen gesagt, lächerlich.
Quelle:Dr. Rachel Casey, Leiterin der Abteilung „Companion Animal Behaviour and Welfare“ der Bristol University

"Dominanz"? *gähn*
Den Artikel der Bristol Univerity finden Sie hier:
Using “dominance” to explain dog behaviour is old hat
Die deutsche Übersetzung gibt es hier:
Dominanz bei Haushunden – nützliches Modell oder schlechte Angewohnheit?
Das Modell der starren Rangordnung mit einem Alphatier wird bereits bei Wölfen nicht mehr als korrekt betrachtet!
Für die Komplexität der sozialen Beziehungen zwischen Hunden gibt es deutlich passendere Erklärungen als ein “Dominanz-Modell”. Deshalb gibt es keinen vernünftigen Grund, anzunehmen, dass “Status erreichen wollen” in der Hund-Mensch-Interaktion eine Rolle spielt. Zumindest nicht von Seiten des Hundes.
Die Originalstudie finden Sie hier:
Dominance in domestic dogs—useful construct or bad habit?